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Deltabeben

Regionale DELTABEBEN 2024

13/04 - 16/06/24
Eröffnung: Freitag 12. April 19.30 Uhr Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
 

Seit ihrer Gründung zeigt die Regionale DELTABEBEN alle zwei Jahre im Wechsel zwischen Mannheim und Ludwigshafen eine Bestandaufnahme der regionalen zeitgenössischen Kunstszene in der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Jahr 2024 findet das etablierte Ausstellungsprojekt zum siebten Mal wieder in Ludwigshafen statt: In der diesjährigen Ausgabe präsentieren das Wilhelm-Hack-Museum und der Kunstverein Ludwigshafen 21 herausragende Künstler*innen verschiedener Altersgruppen, die ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt im erweiterten Rhein-Neckar-Raum haben. Die Auswahl der teilnehmenden Künstler*innen wurde von insgesamt 15 Nominator*innen – Kuratoren, Kunstkritiker oder Akademieprofessoren aus der Region sowie Vertretern der veranstaltenden Ausstellungshäuser – getroffen. Für die Nominierungen gab es keine Altersbeschränkung, jedoch sollten die Künstlerinnen und Künstler nicht mehr als zwei Mal bei den vorherigen Ausgaben der Deltabeben Regionale teilgenommen haben. Insbesondere durch die Beschränkung der möglichen Teilnahmen erhalten die Deltabeben-Ausstellungen der letzten Jahre mit ihren begleitenden Katalogen den Charakter einer sich fortsetzenden Bestandsaufnahme der Kunstszene in der Region Rhein-Neckar.

Diese erneute Auflage des „Deltabebens“ zeichnet ein interessantes und vielseitiges Bild der Kunstszene der erweiterten Region mit künstlerischen Positionen unterschiedlicher Generationen und Medien. Die stilistische Vielfalt und das breite Spektrum künstlerischer Techniken machen den besonderen Reiz dieser Überblicksausstellung aus: Malerei, Zeichnung, Fotografie und Video sind ebenso vertreten wie Skulptur, Installation und Perfomance. Interessanterweise thematisieren sie alle auf unterschiedliche Weise gesellschaftliche, politische, historische oder soziologische Fragestellungen. Mittels künstlerischer Ausdrucksformen beleuchten sie Vergangenheit und Gegenwart, die mitunter ein Nachdenken über die Gestaltung der Zukunft anregen.

 

Beteiligte Künstler*innen:

Christopher Amm / Eva Gentner / Adrian Nagel, Gin Bahc, Sarah Degenhardt, Philip Emde, Laetitia Eskens, Laura Gaiser, Ralf Gudat, Fritzi Haußmann, Illig+Illig, Markus Kaesler, Sabrina Karl, Margarita Kopp, Dajana Krüger, Jordan Madlon, Noomi Moyal, Raoul Muck, Anna Schwehr, superart.tv (Michael Volkmer / Eric Carstensen), Konstantin Weber, Cynthia Wijono, André Wischnewski

 

 

Flaggen weiß waschen
Aktion einer Reinigung
Ludwigshafen/ Worms 2020-2023
Installation/ Performance/ Video
Link Trailer:
youtube.com/@illigundillig

 

Nationalstaaten haben seit dem 19. Jahrhundert mit falschem Stolz und Geltungssucht viel Zerstörung verursacht. Bestandteil des Nationalen sind dabei auch die Nationalflaggen.

Durch die Umwandlung des abgrenzenden Nationalsymbols zu einer weißen Fahne entsteht ein Zeichen der Offenheit für Neues, gemeinsam zu Gestaltendes.

Das Abwaschen der nationalen Symbole zu weißen Flaggen ist eine Aktion zur Überwindung von trennenden Grenzen, Symbolen und Verhaltensweisen als Transformation des nationalen zu einem planetaren Denken und Handeln.

Einer zunehmenden Gefährdung der freiheitlichen politischen Ordnungen durch völkisch geprägten und auf Ausgrenzung gerichteten Nationalismus möchten wir mit der Reinigungsaktion „Flaggen weiß waschen“ einen Denkraum öffnen für eine freie und konstruktive Weiterentwicklung der politischen Ordnungen in einer vielfältigen Gesellschaft.

 

Installation, 5m x 3m x 2m
5 Flaggen mit fiktiven Nationalsymbolen
5 Bottiche mit Seifenlauge und Bürsten
5 Wechselumhänge

 

Performance
Personen in schwarzen Gewändern (mit buntem Innenfutter) gehen mit farbigen Fantasieflaggen in einer Formation. Der Weg führt zu fünf schwarzen Bottichen mit Seifenlauge. Die Flaggen werden abgenommen und gefaltet. Die Umhänge werden abgelegt und Schutzbrillen und -handschuhe angezogen. Die Flaggen werden in den Bottichen so lange gebürstet, bis die Fahnen weiß sind. Es sind nur noch Nähte der vorherigen Muster zu erkennen. Die weißen Flaggen werden wieder aufgezogen, die Gewänder auf die bunte Seite gewendet und die Performer:innen gehen in viele Richtungen weiter.

 

 

 

 

Kunsttransport im ÖPNV ist möglich

1 komplette Installation in 2 Taschen - "art to go"

"hohe Kunst"

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© illig&illig 04.2024