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h.offen

Raum
Raumsonden
Raum für h.offen 
Raum für für das Noch - Nicht

Wie kommt das Neue in die Welt?
Wie wird eine andere Welt möglich?
Wo gibt es Raum für das was noch nicht ist?

Eine Projektreihe aus gegebenen Anlässen im Jahr 2026



RAUM 1

Noch-Nicht
Installation 2m x 2m x 2m
Holzrahmen, Tanzboden, Stehleiter


Begegnung
7 Zeichnungen
Tusche auf Karton 
100 cm x 70 cm




 

 

RAUM 2

7 Farbnotizen
Hoffnungslose für Hoffnungschor
Tisch für Gespräche des Gelingens
 



h.offen

4 Farbnotizen zu h.offen
Bitumen und Öl auf MDF
100 cm x 70 cm
 


Frequenz

 

 


Teiche für kluge Fische

 

 

 

hell

 

 


ja!





noch
3 Farbnotizen zu 
"noch bist du da"
von Rose Ausländer

Bitumen und Öl auf MDF
100 cm x 70 cm

 

 

noch himmel

 

 

 

noch gras

 

 

 

noch sonne

 

 

 

RAUM 3

Raumstation
Holzrahmen 240 cm x 240 cm x 240 cm
Wellpolyester, 3 Liegestühle, Videofilme
 


Raumtranformation
6 Kurzfilme:

Herz, 2022
aufkeimende Hoffnung, 2026
untwerwegs, 2024
Gewässerunterhaltung, 2023
unterwegs II, 2023
mais oui, 

 

Filmstill
aufkeimende Hoffnung:
 

 

 

H.
TEXT  

1.
Zeitgenössische Kunst, die über ihre Zeit hinausweisend diese ihre eigene Zeit neu sehen hilft und somit das Jetzt-Noch näher an das Noch-Nicht heranführen kann.
2.
Das Prinzip Hoffnung nicht als Form einer künstlerischen Apfelbaumpflanzung im Vertrauen auf die (bessere) Zukunft verstehen, auch dann, wenn uns Weltuntergang und Krise bestehender Strukturen prophezeit sind, sondern als Schaffung von Weltzukunft in Verwandlung und Überwindung des Gegenwärtigen auf Zukünftiges Neues, den Menschen Entfaltendes hin.
3.
Nicht vorhandene Utopien führen zu Reduktion und Verlust des ursprünglich Beabsichtigten, die große Erzählung, der Zusammenhang fehlt.
6.
Am Beginn des Denk- und Entwurfsprozesses steht eine genaue und umfassende Betrachtung und Analyse der Bedingungen. Im Laufe eines immer wieder die verschiedenen Bedingungen und Forderungen miteinander verknüpfenden Prozesses wird, in Form einer vielschichtigen Überlagerung, die komplexe Durchdringung der Aufgabe hin zu neuen Fragestellung für neue Lösungen erarbeitet.
7.
Die grundsätzlich an die Wurzel gehenden Fragen: was ist das? experimentell untersucht hin zu dem, was sein könnte, was sein sollte, was werden könnte.
10.
Geschichten brauchen Zeiten und Orte, in denen sie erzählt und gehört werden. Gibt es diese Orte nicht, so sterben die Geschichten ehe sie geboren wurden.
11.
Wir denken an ein sozialplastisches Konzept von mobilen Orten, an denen sich Menschen treffen - wo sie reden, diskutieren, träumen können. Orte an denen das entsteht, wofür Stadt gemacht ist: Leben; hybride Strukturen zwischen Strandkorb, Frittenbude und Beichtstuhl.
13.
Die andere Welt, die eben auch möglich ist, erfordert Kunstwerke, die bei aller Neuheit dennoch einen Rezeptionseinstieg bieten, um ihre Wirkung zu entfalten und nicht in Bedeutungslosigkeit zu verharren.
19.
Die Schaffung von BegriffsBildern, Bildern, die im Kopf des Betrachters entstehen und dort verändernd, hinterfragend Neues ermöglichend, emanzipatorisches Welten-Machen initiieren können.
22.
Spuren des Denkens als Hinweis auf das möglich Utopische eines Kunstwerks.
23.
Die Offenheit muss sichtbar bleiben, Holpriges, Stolpriges eines Prototyps im Gegensatz zum Glatten.
26.
Der Bauchnabel kann das Denken nicht ersetzen.
27.
Kunst, als emanzipatorische Tätigkeit, zeigt auf, dass es Handlungsspielräume gibt (nicht nur für Künstler, für jeden Menschen – jeder Mensch ist Künstler bei Nutzung seiner Handlungsspielräume).
28.
Kunst machen als das Wagnis aus dem Ungefähren des Möglichen etwas in die Begrenztheiten der Realität hinein aufscheinen zu lassen.
29.
Es gibt keine Knappheit an Möglichkeiten des Schöpferischen (Ideen), der Wagemutige kann aus dem Vollen schöpfen.
33.
Raum.
Raum schaffen.
Raum geben.
Raum finden.
Körper im Raum
Im Raum.
Sein
Da.
34.
Raumkörper - raumgreifende Körper
Raum und Fläche, Abstand und Nähe, Bewegung und Stillstand, Verteilung, Verhandlung, Verwandlung, Verfügbarkeit, Kommunikation, Gemeinwohl, Balance.
118.
Träumen
Träumen, trödeln, tapsen
Handeln durch nicht-handeln.
Trägheitsmomente.
fest, flüssig, porös
121.
Paradoxes
was trotzdem sein kann
paradoxe Momente der Freiheit
Schauder der Verblüffung
prophetische Akte
und Mysterien am Hauptbahnhof
Stillstandsbewegung
125.
Denkfallen:
das Denken einfangen und den Kopf frei machen,
wer sieht, was man nicht weiß, kann über Wasser gehen.
329.
Ent Scheidung
Nein!
Entweder oder
jetzt oder nie
die oder wi
weil…!
Warum?
Hallo?
Könnten wir vielleicht
so wohl
als
auch
334.
Kunst ist Kunst
Kunstgeschichte ist der Versuch Kunst zu zählen, zu bewerten und einzuordnen,
Schmetterling
Kunst ist ein Schmetterling.
Kunstgeschichte ist eine Schmetterlingssammlung.
Alles ist nach Größe, Form, Farbe sortiert und aufgespießt . . . und leider tot!
342.
PERFORFEKTION
Perforation der Perfektion
Löcher
in die Perfektion
in die Vollkommenheit
in die scheinbar einzige Wirklichkeit
Schlupflöcher
hinaus
in die Weite
der vielen Möglichkeiten
400.
Raum
Raumsonden
Raum für h.offen 
Raum für für das Noch - Nicht

Wie kommt das Neue in die Welt?
Wie wird eine andere Welt möglich?
Wo gibt es Raum für das, was noch nicht ist?
401.
Situation
Die Situation ist schwierig.
Dass die Lösung für viele so einfach ist,
macht es noch schwieriger.
402.
Experiment
Unfertiges, Ungefähres
Komplexität aushalten
Diversität aushalten
Freifahrt aushalten
Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen



 © illig & illig, 05.2026